Geheime Freunde

nach dem Roman 'Der gelbe Vogel' von Myron Levoy
Bühnenfassung: Rudolf Herfurtner

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 100 Min / mit Pause

Aufgrund des anhaltenden Erfolges dieser Produktion, die seit der Premiere im Mai 2010 rund 40.000 Besucher in über 140 Vorstellungen gesehen haben, wurden die Rollen der Kinder im  vergangenen Jahr zum vierten Mal neu besetzt. 


New York während des Zweiten Weltkrieges: Der zwölfjährige, jüdische Junge Alan spielt in seiner Freizeit am liebsten mit seinen Freunden Schlagball oder lässt Modellflugzeuge steigen. Doch dann soll er sich um das neue Nachbarsmädchen Naomi kümmern, das mit ihrer Mutter aus Frankreich vor den Nazis geflohen ist. Naomi musste dort hilflos mit ansehen, wie ihr Vater von der Gestapo zu Tode geprügelt wurde. Seitdem steht sie unter Schock. Auch in ihrer neuen Heimat spricht sie mit niemandem, sitzt nur verängstigt im Treppenhaus herum und zerreißt zwanghaft Papier in Fetzen.

Alan sträubt sich zunächst dagegen, Naomi regelmäßig zu besuchen. Seine Freunde nennen sie die ‘irre Ida‘ und Alan fürchtet um seinen Ruf, falls er mit dieser ‘Verrückten’ gesehen wird. Trotzdem stellt er sich seiner neuen Aufgabe - wenn auch widerwillig. Irgendwann findet er seine alte Bauchrednerpuppe ‘Charly’, und nimmt sie mit zu Naomi. Und siehe da - nach einer Weile nimmt Naomi ihre Puppe, und lässt sie mit Charly sprechen. Mehr und mehr öffnet sich Naomi in den folgenden Wochen, und Alan macht es inzwischen richtig Spaß, sie zu besuchen. Doch wie würde sein bester Freund Shaun reagieren, wenn er erfährt, dass Alan mit Naomi befreundet ist? Dann soll Naomi wieder zur Schule gehen, und Alan wird sie begleiten, sollen die anderen doch denken, was sie wollen. Doch auf dem Schulweg kommt es zu einer Schlägerei zwischen Alan und einem anderen Jungen, und Naomi wird von ihrer schrecklichen Vergangenheit eingeholt…

Zuschauerreaktionen im Gästebuch:
Wunderbares Stück - ich bin restlos begeistert!"
Kann mich nicht erinnern, je an einem Abend so viel gelacht und geweint zu haben!!"
Das Stück, Bühne, Musik, Inszenierung, die beiden grandiosen Hauptdarsteller - eine ganz große Leistung und ein bewegender Abend."
Völlig begeistert komme ich gerade mit meinen Töchtern aus der Premiere 'Geheime Freunde'."

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'Geheime Freunde' ist einerseits eine Geschichte über den Zweiten Weltkrieg und den Antisemitismus. Das Stück handelt aber vor allem von Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen. Und vom Erwachsenwerden, indem man Verantwortung für seine Freunde übernimmt und sich für sie einsetzt. Das Theaterstück 'Geheime Freunde' basiert auf dem 1977 erschienenen Jugendroman 'Der gelbe Vogel' von Myron Levoy. Der Roman wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Silbernen Griffel, den Katholischen Kinderbuchpreis und den ZDF-Leserattenpreis. Noch heute wird 'Der gelbe Vogel' in der Schule zum Thema Nationalsozialismus gelesen und ist auch aufgrund seiner literarischen Qualität sehr beliebt.

Moritz Seibert inszeniert ‘Geheime Freunde‘ am JTB in der Fassung von Rudolf Herfurtner für Zuschauer ab 12 Jahren. Die Rollen der Kinder werden von Mitgliedern des JTB-Nachwuchsensembles gespielt.


Myron Levoy
wurde 1930 in New York geboren. Sein Vater war ein jüdischer Emigrant aus Hannover, seine Mutter kam aus Ungarn. Er studierte Ingenieurwissenschaften und war anschließend viele Jahre als Wissenschaftler in der Raumfahrttechnik tätig. Nach ersten Erfolgen mit Gedichten, Theaterstücken und Kurzgeschichten für Kinder konzentrierte er sich vollends auf die Schriftstellerei und machte sich vor allem mit seinen Jugendbüchern einen Namen. Viele seiner Erzählungen erschienen auch in amerikanischen Schulbüchern. Hauptthemen seiner Bücher sind Identitätsfindung, die Probleme des Erwachsenwerdens und der Kampf gegen Vorurteile und Rassismus. Levoy ist als Mitglied der amerikanischen Friedensbewegung aktiv und lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in New Jersey.


Die nächsten Vorstellungen
Geheime Freunde

Fr, 22.06.2018
10:00 Uhr
JTB
Fr, 22.06.2018
19:30 Uhr
JTB
Fr, 02.11.2018
10:00 Uhr
JTB
Fr, 02.11.2018
19:30 Uhr
JTB

Kritiken

"So sensibel und berührend, wie ich Theater noch nie erlebt habe. Die beiden Kinder in den Hauptrollen waren phänomenal."
Monika Weber, DIE ZEIT / Zeit der Leser
"Die ungeheure Herausforderung, 'Geheime Freunde' mit jungen Darstellern im Alter der Hauptfiguren auf die Bühne zu bringen, hat das JTB ohne Zweifel glänzend bestanden."
General-Anzeiger
"Ungemein berührende, dennoch völlig unsentimentale, durch psychologische Genauigkeit und darstellerische Nuancen bestechende Inszenierung."
kultur / Theatergemeinde Bonn
"Wenn Carlo Hajek die Bühne betritt, vergisst man sofort, dass da ein Akteur seinen Text aufsagt. Denn er spielt keine Rolle, nein, er ist dieser Alan (...) Aber nicht nur wegen ihm wird das Stück zum Ereignis: Moritz Seibert gelingt es, ein schwieriges Thema witzig, traurig und berührend zugleich auf die Bühne zu bringen. (...) Man wünscht sich, dass vor allem ganz viele Jugendliche das sehen."
Express