Die Welle

nach dem Roman von Morton Rhue

Premiere: 14. und 15. April 2023

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 120 Minuten / mit Pause

Morton Rhues Sensationsroman 'Die Welle' aus dem Jahr 1981 basiert auf einer wahren Begebenheit – einem Sozialexperiment aus den USA, mit dem der Geschichtslehrer Ron Jones 1967 seine Schüler vor der Anziehungskraft faschistischer Bewegungen warnen wollte. Das packende Drama übt bis heute eine ungebrochene Faszination aus. Der Autor beschreibt, wie Zusammengehörigkeitsgefühl, Führeridol und fragwürdige Grundsätze die Menschen beeinflussen.


INHALT
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts zeigt der Lehrer Ben Ross seinem Kurs einen Film über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust.

Die Jugendlichen reagieren sehr unterschiedlich auf die brutalen Bilder aus den Konzentrationslagern. Einige sind tief verstört davon, andere sind eher genervt. Sie halten das Thema für längst erledigt und sind sich sicher, dass etwas wie die Nazi-Herrschaft und der Holocaust heute nicht mehr möglich wären. Ben Ross entscheidet sich also, ein Experiment an der Schule durchzuführen, um den Kids deutlich zu machen, wie sehr sie sich täuschen. Er gründet ‚Die Welle‘, eine Bewegung mit totalitären Zügen und Parallelen auch zur Hitler-Jugend. Doch das merken die Jugendlichen zunächst nicht. Sie sind begeistert von den neuen Regeln, die plötzlich gelten und die ihnen Disziplin und Gehorsam abverlangen. Das trügerische Gemeinschaftsgefühl sorgt bald dafür, dass andere Schülerinnen und Schüler für die ‚Welle‘ angeworben werden. Und alle, die sich nicht anschließen, werden wie Feinde behandelt und ausgegrenzt. Ein paar jüngeren Schülern wird Prügel angedroht, falls sie nicht eintreten. Und als Laura in der Schülerzeitung kritisch über ‚Die Welle‘ berichtet, wird auch ihr gedroht… Das Experiment ist nun endgültig aus dem Ruder gelaufen, ‚Die Welle‘ wird zu einer immer weiter anschwellenden Flut, die alles und alle mit sich fortzureißen droht. Ben Ross will sein Experiment beenden, bevor jemand ernsthaft zu Schaden kommt. Aber ist es dafür nicht schon zu spät?

Weitere Informationen
Der Roman ‚Die Welle‘ von Morton Rhue wurde millionenfach verkauft und zählt bis heute zu den erfolgreichsten Jugendbüchern aller Zeiten. Insbesondere im Schulunterricht in der Mittelstufe in den Fächern Geschichte, Sozialkunde und Deutsch ist der Roman eine beliebte Lektüre zu den Themen Faschismus, Totalitarismus und ‚Drittes Reich‘. JTB-Intendant Moritz Seibert entwickelt jetzt mit einigen Jugendlichen aus dem Nachwuchsensemble des JTB eine völlig neue Bühnenbearbeitung des Stoffes, die die Geschichte nach Deutschland und in die Gegenwart verlegt und für Publikum ab 13 Jahren geeignet ist. Die Produktion wird von der Stiftung der VR-Bank Bonn/Rhein-Sieg großzügig unterstützt.

Der Autor Morton Rhue (Künstlername - sein eigentlicher Name ist Todd Strasser) wurde 1950 in New York geboren. Nach seinem Literaturstudium arbeitet er als Reporter, als Webetexter und veröffentlicht einige Kurzgeschichten in diversen Magazinen, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwendet. Im Alter von 29 Jahren erscheint sein erster Roman „Angel Dust Blues“ und im Jahre 1981 sein Roman ‘Die Welle’ (Originaltitel: ‘The Wave’). Strasser etabliert sich im Bereich der Jugendliteratur. Seine Romane sind realistische, unterhaltsame Bücher, die meist von Jugendlichen und ihren Problemen handeln. Viele seiner Romane wurden mit Preisen ausgezeichnet. Insgesamt schrieb er bisher über 100 Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in mehr als 12 Sprachen übersetz wurden.


Die nächsten Vorstellungen
Die Welle

Fr, 14.04.2023
19:30 Uhr
JTB
Sa, 15.04.2023
19:30 Uhr
JTB